Sommersemester – The Grand Finale

13 03 2011

Nun hat es angebrochen, das Sommersemester. Die Semesterferien sind natürlich viel zu schnell vorbei gegangen und vor allem waren die letzten 2-3 Wochen gefüllt. Man könnte ja meinen, dass ich daraus was lerne, aber alle Ferien laufen gleich ab. Diese Semesterferien waren bitternötig. Kaum zu Hause angekommen, wurde ich auch gleich wieder krank und durfte erstmal eine Woche im Bett liegen. Das hätte ich zwar vermutlich auch so getan, aber naja da wäre der Hintergrund ein anderer gewesen.Insgesamt habe ich viel gesehen diese Ferien, ich war in Köln, Polen, Bad Münstereifel, Cork (Irland), Dublin und natürlich am liebsten und mal wieder viel zu kurz in Berlin.

Ingesamt sind die Prüfungen auch im allgemeinen ganz gut gelaufen, auch wenn noch 3 Ergebnisse ausstehen. Man würde ja meinen, dass 6 Wochen genug Zeit für Korrekturen sind…Morgen ist der erste Vorlesungstag und bisher sieht mein Vorlesungsplan eigentlich relativ entspannt aus. Abgesehen von insgesamt 7 Wochenendseminaren habe ich im Schnitt 2 Vorlesungen an einem Tag. Das finde ich sehr entspannt. Da kann ich auch gerne WE-Seminare haben. Glücklicherweise kann ich dadurch auch meinen gewählten Spanischkurs wieder besuchen, worauf ich mich schon sehr freue :) Aber man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben, mal sehen wie sich die einzelnen Fächer noch verteilen und in wie fern noch Tutorien dazu kommen.

Es war ein komisches Gefühl nach Wernigerode zurück zu kommen. Ich kann es eigentlich gar nicht genau beschreiben. Es war schön die Vögel zwitschern zu hören, zu sehen das die Natur langsam wieder zum leben erwacht. Ich freue mich auch darauf meine Freunde und Kommillitonen wieder zu sehen. Das Sommersemester wird mein letztes Semester in Wernigerode und vermutlich wird auch dieses, genau wie die Ferien, viel zu schnell vorbei gehen…





Der Berlin-Gang

17 01 2011

Ich laufe heute Nacht durch die Straßen von Wernigerode. Alles ist still und du hörst nichts, außer dem fernen Rauschen des Flusses, dessen Namen ich nicht kenne. Ich habe meinen Berlin-Gang mobilisiert. Nach einem wunderschönen Abend laufe ich allein nach Hause. Festen Schrittes beobachte ich meinen Schatten, lausche auf Geräusche im Hintergrund und blicke mich ein paar mal um. Nichts. Diese Stadt schläft. Es ist 23.00 Uhr und niemand ist auf der Straße. Ich komme gerade noch rechtzeitig zum Bus, eine weitere Person belegt einen Platz. Eine Kommillitonin, was für ein Zufall. Niemand auf den Straßen, gerade mal 5 andere Autos fahren an uns vorbei. Vielleicht liegt es daran, dass Montag ist. Normalerweise, würde ich auch im Bett liegen und schlafen.

Mittlerweile ist Halbzeit was die Prüfungszeit betrifft. Noch zwei Wochen, dann ist das Semester für mich gegessen. Vorbei. Wie sehr ich diesen Moment herbeisehne. Ich kann gerade nicht mehr, dabei ist diese Woche meine schlimmste Prüfungswoche. Heute konnte ich nicht lernen, ich musste entspannen, bei einem wunderbaren Gespräch, in wunderbarer Gesellschaft, mit wunderbarem Wein. Vieles liegt mir zur Zeit schwer auf dem Herzen. Vieles lässt mich gerade nur nach Hause fahren wollen. Manche Dinge sind halt einfach, nie einfach. Noch 3 Prüfungen und 2 Hausarbeiten und dann ist das Semester erstmal geschafft. Danach geht es nach Hause. Das richtige Nach-Hause. Wernigerode hat diese Funktion eine Zeit lang erfüllt, aber jetzt nicht mehr. Noch ein paar Monate und meine Zeit in Wernigerode ist vorbei. Dann startet das Abenteuer Auslandsjahr, man darf gespannt sein. Ich will gerade nur weg, wohin ist eigentlich egal. Nur weg. Selbst wenn es nur wieder nach Berlin ist. ich liebe berlin.





2 Tage

18 12 2010

“Wow” kann man dazu eigentlich nur noch sagen. Es ist sind noch zwei Tage Uni übrig und das 3. Semester ist (bis auf die Pürfungen) einfach mal vorbei. Wann hab ich hier in Wernigerode eigentlich noch mal angefangen? Ist das schon über ein Jar her? Ich kann das alles eigentlich nicht so richtig glaube. Was alles schon in dieser Zeit passiert ist, Dramen, Freuden, Lächerlichkeiten….da könnte man doch glatt ein wenig sentimental werden.

Auch wenn dieses Semester von Arbeit einfach nur überfüllt war bzw ist, war es für mich auf jeden Fall ein besonderes Semester. Ich habe das Stipendium bekommen, was ich so sehr wollte, mein Traum nach Neuseeland zu gehen ist so gut wie wahr und doch ist bei all diesen beruflichen Erfolgen etwas anderes um so vieles wichtiger für mich. Ich habe dieses Semester in so vielen Menschen, so viele tolle Freunde gefunden, Menschen die einfach nur toll sind. Mit denen man in einem Moment rumalbern kann und im anderen Moment bei -13°C draußen steht und sich gemeinsam in den Armen liegt und weint. Das ist das, was ich aus diesem Semester und hoffentlich auch über dieses Studium hinaus mitnehmen werde. Denn am Ende sind es doch nicht die supertollen Noten die wirklich zählen, sondern die Erfahrungen, die man auf dem Weg gesammelt hat.

Manchmal, in seltenen Momenten zugegeben, finde ich es schade, dass wir uns schon in einem halben Jahr trennen müssen. Das wir in alle Himmelsrichtungen verschwinden mit einem ungewissen Zeitpunkt des Wiedersehens. Manchmal, freu ich mich aber auch schon auf die Zeit danach. Raus aus Wernigerode, einer sehr charmanter, auf Dauer für mich aber nicht etragbaren Stadt, und dann rein in eine andere Stadt, ein anderes Land….wer weiß schon wohin. Ich liebe diese Ungewissheit, diesen Überraschungsmoment, der noch irgendwo auf mich wartet.

Doch das, was mich zur Zeit am glücklichsten Macht, ist das Wissen, dass ich in drei Tagen wieder zu Hause bin und mal ein wenig entspannen kann um ein wenig Kraft zu schöpfen,…. für eine sehr anstrengende, immer näherrückende Prüfungszeit. Okay, zugegeben ich freu mich auf zu Hause, nicht auf die Prüfungen :P .

Ich wünsche allen Frohe Weihnachten, eine gute und sichere  Heimfahrt und ein neues Jahr, in dem alles möglich ist.

:)








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